Buchliebe trifft Social Media – Rückblick auf mein erstes bookupDE

Bücher und Social Media sind meine Herzensthemen. Am letzten Wochenende konnte ich mich beim bookupDE beiden gleichzeitig widmen. Das Veranstaltungsformat „tweetup“ an sich ist für mich kein Neuland mehr, schon mehrmals habe ich im Rahmen von Ausstellungen und Konzerten an einem teilgenommen. Im Zusammenhang mit Büchern allerdings war es das erste Mal.

Ideengeberin zu den bookups ist @buecherkinder Stefanie Leo und sie hat mit iher Idee ganz offensichtlich einen Nerv getroffen. Kaum hatte sie im Juli über ihre Idee gebloggt, meldeten sich viele Interessierte. In der Facebook-Gruppe zum bookupDE sind inzwischen über 260 Mitglieder aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. In Essen, Stuttgart und Berlin haben schon bookups stattgefunden, weitere sind in Planung.

Zum ersten Kölner bookupDE hat der Buchladen Neusser Straße nach Köln-Nippes eingeladen. Ich kannte und mochte die Buchhandlung schon durch vorherige Besuche und bin mit großer Vorfreude nach Köln gefahren. Der Empfang war warm und herzlich, ganz so wie ich es von Buchmenschen gewöhnt bin. Getränke, Gebäck und Süßes standen bereit und eine Social Media Wall war vorbereitet, an der die Profile der Gäste angeheftet waren. Die ca. 20 Gäste hatten zum Teil beruflich mit Büchern zu tun, waren Blogger oder einfach leidenschaftliche Leser. Einige sind schon lange und aktiv auf Twitter, andere stehen erst am Anfang und sind einfach neugierig darauf.

Süße "Leseratten" und andere Leckereien

Süße „Leseratten“ und andere Leckereien

Über den Buchladen Neusser Straße

Dorothee Junck, Inhaberin der Buchhandlung, hat nach der Begrüßung zunächst das Konzept der Buchhandlung vorgestellt. In einem Ladenlokal befindet sich die Buchhandlung als klassisches allgemeines Sortiment, das nur Bücher im Angebot hat. Im Laden nebenan, der genau so heißt – „Nebenan“, finden sich die sog. Nonbooks, also Postkarten, Notizbücher, Geschenkartikel, ausgefallene Utensilien und einige ausgewählte Bildbände rund um Hobbies wie Kochen, DIY, Radfahren etc. sowie schöne Dinge für Kinder. Bei den großen Buchfilialisten dominieren die Nonbooks inzwischen oft prominente Flächen und stellen das Buch in den Hintergrund. Der Buchladen Neusser Straße und das Nebenan haben sich mit ihrem Konzept für eine sinnvolle, durchdachte und sich ergänzende Trennung entschieden, die beiden Bereichen gleichermaßen gerecht wird.

Das Nebenan

Das Nebenan

In Sachen Social Media ist der Buchladen schon seit einigen Jahren aktiv. Twitter ist, so Dorothee Junck, die zweite Liebe, Facebook wird am meisten eingesetzt. Social Media wird in der Buchhandlung zu Austausch und Dialog mit den Kunden genutzt und nicht als reine Werbeplattform. Wichtig im Umgang mit Social Media sind Offenheit und Vertrauen, alle Kollegen können über die Accounts der Buchhandlung posten.

Die Buchhandlung bietet Veranstaltungen rund ums Buch an und legt auch, u. a. über die Initiative „Buy local„, großen Wert auf die Verankerung im Stadtteil. Nicht nur Social Media und das Veranstaltungsangebot zeugen von zeitgemäßer Kundenbindung. Auch die Idee, dass bestellte Bücher außerhalb der Öffnungszeiten des Ladens in einem Kiosk und einer benachbarten Gaststätte hinterlegt werden können ist super.

Social Media Wall

Social Media Wall

Eroberung der Buchhandlung

Nach der Vorstellungsrunde schwärmten erst mal alle aus und schauten sich das „Nebenan“ und das Buchsortiment genauer an. Besonders gefragt war der einzige Mann der Runde, Buchhändler Markus Felsmann. Während er über die Longlist des Deutschen Buchpreises und den neuen Eggers sprach und besonders als er seine Buchempfehlungen vorstellte, lauschten alle ganz gebannt. Die Tweets wurden erst mal weniger und die Stapel der mitzunehmenden Bücher wuchsen.

Gegen Ende ließen einige die #leselawine wieder aufleben und lasen erste Sätze aus ihren Lieblingsbüchern vor. Die Tweets des Nachmittags und die Videos der Leselawine hat Stefanie Leo in einem Storify zusammengefasst.

Fazit

Nach gut zwei Stunden ging es mit gefüllten Taschen, einer langen Lese-Wunschliste und neuen Instagram- und Twitterkontakten nach Hause. Im Vergleich zu anderen tweetups hat mir etwas der Echtzeitdialog nach draußen, also mit Leuten, die den Hashtag verfolgen gefehlt, aber das kann ja noch kommen wenn sich das Format etwas mehr etabliert hat. Insgesamt hat der Nachmittag aber wieder gezeigt, dass Kultur und Social Media sich sehr gut ergänzen und bereichern.

"Beute"

„Beute“

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3 Gedanken zu “Buchliebe trifft Social Media – Rückblick auf mein erstes bookupDE

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