Ein Jahr mit dem Jawbone UP 24 – Mein Erfahrungsbericht

In dieser Woche habe ich den Fitnesstracker Jawbone Up 24 seit genau einem Jahr. Es ist also Zeit für einen kurzen Erfahrungsbericht und einen Check, ob und wie meine Erwartungen erfüllt wurden.

27.10.14 - Auspacken und erste Anprobe

27.10.14 – Auspacken und erste Anprobe

Über die Anschaffung eines Fitnesstrackers hatte ich schon längere Zeit nachgedacht. Einserseits wollte ich meine Grundlagenfitness etwas steigern und das dokumentieren und andererseits wollte ich meiner leichten aber kontinuierlichen Gewichtszunahme auf den Grund gehen.  Für diese Zwecke war es also wichtig, dass der Tracker Bewegung und deren Intensität aufzeichnen könnte und über ihn auch Lebensmittel und deren Nährwerte erfassbar sein müssten. Eine wissenschaftlich genaue Datenerhebung war mir nicht so wichtig, da ich keinen Leistungssport betreibe und daher keine 100%ig genauen Daten brauche. Es sollte aber ein Gerät sein, das relativ genau ist, alle für mich relevanten Funktionen hat, gut tragbar und robust ist und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Bei der Recherche kristallisierten sich ein Fitbit und ein Jawbone als interessant heraus. Für den Kauf entscheidend war aber, wie so oft, eine persönliche Empfehlung von jemandem, der das Band schon in Gebrauch hatte.

Als ich einer Freundin von der Neuanschaffung berichtete, hat sie direkt gefragt, ob sich denn ein so verglichsweise teurer Schrittzähler überhaupt rentieren würde und dass ich ihn ja dazu auch wirklich regelmäßig tragen müsse. Ich sagte darauf mit voller Überzeugung: „Ja, den werde ich immer und ständig tragen und die Anschaffung wird sich rentieren“. Sie schaute skeptisch und ich behielt recht. Mein Schlaf- und Bewegungsverhalten habe ich seit Anschaffung des Gerätes tatsächlich lückenlos 24/7 dokumentiert. Nur beim Eingeben der Mahlzeiten war ich nicht so konsequent…

Kurz zur Funktion des Jawbone: Schlafrhythmus und Anzahl der Schritte werden kontinuierlich aufgezeichnet und an die zugehörige App im iPhone übertragen. Andere Daten müssen händisch eingegeben werden. In der App kann ich eine Statistik über alle Werte seit Tragebeginn abrufen. Es ist auch möglich, sich mit der Jawbone-Community auszutauschen, seine Werte dort zu teilen und sich gegenseitig zu motivieren. Das mache ich aber bisher nicht, denn bezüglich Sport, Fitness etc. bin ich traditionell Einzelkämpferin.

Erwartungen erfüllt

Die erste Million

Die erste Million – 13.04.15

Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit meinem Jawbone. Die erste Erkenntnis, und das hat mich echt überrascht, war, dass ich früher zu viel geschlafen habe und deshalb oft nicht so fit war. Ich habe also meine tägliche Schlafzeit um 45 Minuten reduziert und lasse mich täglich, auch an freien Tagen, um etwa die selbe Zeit durch das Jawbone wecken.  „Etwa die selbe Zeit“ heißt, dass das Gerät mich innerhalb einer Karenzzeit um die exakte Uhrzeit herum weckt, die außerhalb einer Tiefschlafphase liegt.

Auch in Sachen Bewegung im Alltag ist das Gerät so aufschlussreich wie motivierend. Ich habe mich vor Anschaffung des Trackers viel weniger bewegt, als ich dachte. Das erklärt auch die schleichende Gewichtszunahme über die letzten drei Jahre. Seit einem Jahr bleibt mein Gewicht konstant mit Ausschlägen nach unten, wenn ich mich viel bewege. Mein Tagesziel von 10 000 Schritten erreiche ich leider als am Schreibtisch Arbeitende im Alltag normalerweise längst nicht. Da mir das aber immer durch die App vor Augen geführt wird, bin ich viel motivierter zusätzliche Bewegungspassagen in den Tag einzubauen, z. B. vom Büro aus nicht die Bahn zu nehmen, sondern zu laufen.

Und wie geht es weiter?

In Zukunft stehen die Aspekte „Sport/Kondition verbessern“ und „Ernährung“ auf dem Programm. Mein Ernährungsverhalten habe ich ja bisher schon sporadisch dokumentiert und dabei festgestellt, dass die für meine Konstitution empfohlenen Werte ganz schnell und deutlich von mir überschritten werden. Eine Anpassung der Ernährung steht also ganz oben auf der Liste der Vorsätze fürs neue Jahr. Eine neue Sportroutine ist ebenso wichtig. Nach einem erheblichen orthopädischen Problem vor inzsichen zwei Jahren musste ich meine bisherige Sportroutine komplett aufgeben und kann mich jetzt nach einer langen Wiederaufbauphase neu orientieren.

Ob das Jawbone aber für ambitioniertes sportliches Training auch reichen wird? Da bin ich eher skeptisch, da dafür wichtige Werte, wie die Pulsfrequenz von der alten Gerätegeneration noch nicht erfasst werden. Bei der neuen Generation der Geräte die jetzt im Handel sind – und im letzten Jahr haben sie einen echten Entwicklungsschritt gemacht und neue Anbieter sind mit interessanten Geräten hinzugekommen – wird das aber in der selben Preisklasse ( bis 150€) der Fall sein.

Fazit

Für die Fitnessdokumentation im Alltag ist das Jawbone super. Es schärft das Bewußtsein für richtigen Schlaf, mehr Bewegung und bessere Ernährung und wirkt motivierend. Die Hardware ist nach einem Jahr Dauereinsatz immer noch voll funktionsfähig, die Acculeistung hat nicht abgenommen und das Band sitzt noch so straff wie am ersten Tag.

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