Woche unabhängiger Buchhandlungen 2017

Vom 04 bis 11. November war die Woche unabhängiger Buchhandlungen. Ich habe die Woche zu einer kleinen Pilgerreise zu den Unabhängigen genutzt und auch fleißig eingekauft.

Zum dritten Mal fand auch dieses Jahr im November die Woche unabhängiger Buchhandlungen statt. Unabhängige, inhabergeführte Buchhandlungen sind besondere Orte und wichtige Instanzen der Kultur für ihr Umfeld, ihre Region und natürlich auch für das Lesen. Initiiert wird die jährliche Aktion von Buchhändlern und über 600 Partnerbuchhandlungen in ganz Deutschland bieten innerhalb der Woche besondere Aktionen an.

Ich habe die WuB zum Anlass genommen, eine kleine Pilgerreise zu Buchhandlungen im Rheinland zu starten, die ich schon kenne und schätze bzw. die ich immer schon mal kennen lernen wollte. In der Woche habe ich vier Buchhandlungen besucht:

Wub-Pilgerreise Teil eins: Buchladen Neusser Straße in Köln.

Es gibt viele Gründe für einen Besuch im Buchladen Neusser Straße von Bonn aus: großartige Auswahl, tolles Team, einfallsreiche Kundenbindung on- und offline und in meinen Augen das Ideal der unabhängigen Buchhandlung. Mein Wunschzettel ist wieder um einige Titel länger und ein gut gefüllter Buchwochenbeutel kam mit nach Hause. Inhaberin Dorothee Junck ist eine der Organisatorinnen der WuB.

WuB-Pilgerreise Teil zwei: Buchhandlungen in Bonn Bad Godesberg.

In Bad Godesberg habe ich gleich zwei Buchhaltungen besucht: Die Parkbuchhandlung (in der Fotocollage unten) ist eine kleine, traditionelle, gut und sehr literarisch sortierte Buchhandlung. Bei diesem Familienbetrieb merkt man die Liebe zu Büchern und zu Literatur sehr deutlich. Der Buchwochenbesuch war mein erster, aber bestimmt nicht letzer Besuch in der Parkbuchhandlung.

Bücher Bosch ist ein Haus mit Tradition. Flächenmäßig etwas größer und vom Sortiment her breiter aufgestellt. Mir fehlt bei Bosch leider immer irgendwie etwas das Besondere der Unabhängigen und schade fand ich auch, dass es keinen Hinweis auf die Woche der unabhängigen Buchhandlungen gab, obwohl Bosch auf der Aktionswebsite gelistet ist. Fazit trotzdem: Bonner Buchfreunde, ein Ausflug nach Bad Godesberg lohnt sich!

WuB-Pilgerreise Teil drei: Bücherstube in St. Augustin.

Zugegeben, die Lage der Bücherstube in St. Augustin an stark befahrener Straße sowie riesigem Supermarkt und Discounter direkt nebenan, ist wenig charmant. Das ändert dich aber sofort, wenn man den Laden betritt. „Kaufen Sie ihre Bücher dort, wo Sie Menschen treffen“ – der Slogan passt perfekt. Der Laden ist sehr lebendig, gut besucht und viele Kunden werden mit Namen begrüßt. Das sehr freundliche und aufmerksame Buchhändlerteam kümmert sich bestens!

Das Sortiment ist ein klassisches allgemeines mit Unterhaltung, Literarischem, Krimi, Reise, Hobby, Sach- und Kinderbüchern. Außerdem organisiert die Buchhandlung tolle Lesungen, z. B. zum Anlass der WuB eine mit Rafik Schami.

Die Bücherstube in St. Augustin war die letzte Station auf meiner WuB-Pilgerreise aber da ich so viel Spaß hatte, werde ich weiter pilgern und weitere Buchhandlungen im Rheinland und darüber hinaus entdecken.

Habt ihr Vorschläge, welche Buchhandlungen ich als nächste besuchen soll?

Der Inhalt des Buchwochenbeutels am Ende der drei Etappen:

 

Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann
DuMont, 2017
Der Verlag über das Buch:
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
„Was man von hier aus sehen kann“ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

„Was man von hier aus sehen kann“ ist das Lieblingsbuch der Unabhängigen 2017. Das musste also auf jeden Fall mit!


Leila Slimani – Dann schlaf auch du
Luchterhand, 2017
Der Verlag über das Buch:
Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?


Simon Strauß – Sieben Nächte
Blumenbar, 2017
Der Verlag über das Buch:
Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend.
Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben. Sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens.


Nell Leyshon – Die Farbe von Milch
Eisele, 2017
Klappentext
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

„Die Farbe von Milch“ tauchte in den letzten Wochen immer wieder in meinem Instagramfeed als Leseempfehlung auf, also wollte ich mich gerne selbst davon überzeugen, ob es wirklich so toll ist, wie viele sagen – und es ist!!!


Owen Sheers – I saw a man
Penguin, 2017
Der Verlag über das Buch:
Es war an einem Samstagnachmittag im Juni, als sich ihrer aller Leben komplett veränderte: schlagartig, nur wenige Minuten, nachdem Michael Turner das Haus der Nelsons durch die Hintertür betreten hatte. In der Stille wirkte es, als wäre niemand daheim.


Annie Proulx – Aus hartem Holz
Luchterhand, 2017
Der Verlag über das Buch:
Annie Proulxs erster Roman seit über zehn Jahren, das lang erwartete Meisterwerk der Pulitzerpreisträgerin: ein monumentales Epos, das lebensprall, sprachgewaltig und intensiv dreihundert Jahre nordamerikanischer Geschichte einfängt und von der Abholzung der scheinbar endlosen Wälder erzählt, vom ewigen Kampf zwischen Mensch und Natur.

In diesem Sommer war ich erstmals in Kanada und bin seitdem schockverliebt in dieses Land. Da kam der neue Roman von Annie Proulx gerade recht.


Matthew Weiner – Alles über Heather
Rowohlt, 2017
Der Verlag über das Buch:
Das erste Buch des Schöpfers von Mad Men: Ein kleiner Band. Ein großer Roman.
Mark und Karen Breakstone haben spät geheiratet. Bald kündigt sich Nachwuchs an, die Tochter wird auf den Namen Heather getauft, und die kleine, wie es scheint, recht perfekte Familie lebt ihr von materiellen Sorgen freies Leben in Manhattan. Doch das Dreieck Vater-Mutter-Kind ist labil….

„Alles über Heather“ war ein Spontankauf in der Parkbuchhandlung – gesehen, klang sehr interessant, mitgenommen. Leider hat es mir dann nicht  so gut gefallen.

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