Buchtipp: Christine Féret-Fleury – Das Mädchen, das in der Metro las

Juliette pendelt jeden Morgen von ihrem kleinen Appartement mit der Metro zu ihrer Arbeitsstätte, einem Maklerbüro. Die Arbeit erfüllt sie nicht. Erfüllung findet sie in der Literatur, in den Geschichten die sie selbst liest und auch in den Büchern und Menschen, die sie täglich in der Metro beim Lesen beobachtet.

Eines Morgens entschließt sie sich, vor der Arbeit einen kleinen Spaziergang zu machen und gerät dabei zufällig an die kleine Zaide und ihren Vater Soliman. Solimans Behausung ist voll mit Büchern, mit Büchern, die noch zu ihren Lesern gelangen müssen. Soliman ist davon überzeugt, dass Bücher eine gute Macht haben. Kommt ein Leser mit dem richtigen Buch zusammen, kann das für ihn das Leben verändern. Juliette ist so in seinen Bann gezogen, dass sie ihre Arbeit aufgibt und Bücherkurier wird.

“Das Mädchen, das in der Metro las” ist ein bezauberndes Buch über das Lesen, die Liebe zur Literatur, das Menschsein mit seinen manchmal schrägen Facetten, über Mut und darüber, dass das Leben immer eine Überraschung im Ärmel hat und dass Veränderung möglich ist.

Das Buch war für mich eine Zufallsbegegnung, Kurier war in meinem Fall der DuMont Verlag. Der Verlag war Mitveranstalter der Litblogcon und dieses Buch war in der Goodiebag, die jeder Teilnehmer bekommen hat. Ich habe das Buch ohne große Erwartungen als Begleitung durch einen entspannten Sonntag gewählt und war sofort verliebt und begeistert. Die Sprache ich poetisch und berührend, wird aber nie kitschig. Der Roman liest sich fast wie ein modernes Märchen.

Auch die Aufmachung des Buches ist toll. Der Schutzumschlag mit seinem matten, strukturierten Papier fasst sich sehr angenehm an und die Illustration mit Büchern und Requisiten aus der Geschichte macht einen richtig gemütlichen Eindruck. Auf den ersten Seiten des Buches kann jede Leserin, jeder Leser die Bücher eintragen, die er noch lesen möchte, die er verschenken möchte und die er als Kind gelesen hat. Und ein Lesebändchen hat das Buch natürlich auch.

Fazit: Ein rundum gelungenes Buch das – mehr – Lust aufs Lesen macht.

Christine Féret-Fleury – Das Mädchen, das in der Metro las
DuMont 2017
175 Seiten
Übersetzung aus dem Französischen: Sylvia Spatz

 

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