Montréal – eine Metropole mit vielen Gesichtern

Bretagne? London? New York? – Es gibt viele Assoziationen mit dieser Stadt und gerade das macht Montréal so spannend. Hier sind meine Eindrücke der vielfältigen Metropole:

Entspannt und freundlich, so war mein erster Eindruck von Montréal direkt bei der Ankunft. Auf dem kurzen Weg von der Haltestelle des Flughafenbusses bis zu meiner Unterkunft wurde ich gleich von mehreren Leuten angesprochen, ob ich Hilfe oder eine Wegbeschreibung bräuchte. Und die Entspannung färbte auch sofort ab, Der Alltag in Deutschland und der lange Flug waren schnell vergessen und die Entdeckungsreise durch die Stadt konnte beginnen:

Le Plateau Mont-Royal und Mile End

In den beiden direkt aneinander angrenzenden Stadtvierteln schlägt das alternativ-kreativ-künstlerische Herz der Stadt. Hier gibt es viele Cafés, Kneipen und kleine Läden. Zentrale Straße ist der Boulevard St. Laurent aber auch die Quer- und Parallelstraßen lohnen einen Abstecher. Entlang dem Boulevard St. Laurent finden sich besonders viele Wandgemälde. Seit 2012 findet in Montréal jährlich im Juni das Street Art Festival MURAL statt.

Wandbild mit Reptilien

Street Art in Mile End

Abstraktes Wandbild

Street Art in Le Plateau

 

Vegetarisches Gericht

Lecker und gesund: Essen im Restaurant Robin des Bois 4653 Boulevard St Laurent

Poutine

Weniger gesund aber auch sehr lecker: das Nationalgericht Poutine (Pomes mit Saucen und Toppings nach Wahl) gibt es u. a. bei La Banquise, 994 Rue Rachel, täglich 24 Stunden geöffnet

Straße in Le Plateau

 

Von hier aus bietet sich ein Abstecher auf den Namensgeber und Hausberg der Stadt an, den Mont Royal. Wer sportlich unterwegs ist und Zeit hat, kann das zu Fuß tun, es gibt aber auch Busse, mit denen man bis zum Gipfel fahren kann. Vom Chalet du Mont Royal hat man eine großartige Aussicht über die Stadt und den St. Lorenz Strom.

Aussicht auf das moderne Stadtzentrum

Aussicht vom Mont Rroyal auf das moderne Stadtzentrum

Auf dem Mont Royal

 

Aussicht vom Mont Royal – in der Ferne erkennt man das Olympiastadion

Centre Ville und Le Vieux Montréal

Das moderne Zentrum mit seinen Hochhäusern und das sehr pittoreske, an die Bretagne erinnernde Vieux Montréal mit seinem alten Hafen liegen direkt beieinander. Eine Besonderheit in Montréal ist die Ville Souterrain, eine Stadt unter der Stadt. Das Zentrum ist komplett „unterkellert“, viele der großen Bürogebäute und auch die Metro sind durch dieses System miteinander verbunden und es gibt hier auch zahlreiche Geschäfte. So muss man im Prinzip so gut wie nie richtig draußen sein, was besonders bei den kalten und schneereichen Wintern in der Region sehr praktisch ist.

Großbritannien ist nah – Die Statue von Queen Victoria im Stadtzentrum. Bis heute ist die englische Königin nominelles Staatsoberhaupt Kanadas.

Beeindruckend: die Kathedrale Notre-Dame de Montréal

Straße in der Altstadt

Der Einfluss Frankreichs ist unübersehbar, besonders in Bezug auf Essen und Trinken

Bretagne meets New York in Vieux Montréal

 

Sainte Hélène und Notre-Dame – Inseln im Strom

Die beiden Inseln, mitten im St Lorenz Strom und gegenüber der Altstadt gelegen, sind ein gutes Ziel für eine Radtour und ein Ort an dem man prima picknicken kann. Zu sehen gibt es hier noch einige Gebäude der Weltausstellung von 1967, darunter den amerikanischen Pavillion, in dem heute das Biospére Museum für Umwelt und Ökosysteme untergebracht ist und das skurrile Wohngebäude Habitat 67. Wer nach dem Besuch der Inseln noch weiterradeln möchte, kann das vom Hafen aus am Canal de Lachine tun.

Das Biospere Museum

Habitat 67

 

Französische (Genuss-) Einflüsse – Der Markt Jean-Talon

Der Einfluss Frankreichs und die Freude am Genuss sind auf dem größten Markt Montréals deutlich zu spüren. Obst, Gemüse, Käse und viele andere regionale Produkte werden hier mit Leidenschaft und Überzeugung angeboten. Auch hier merkt man wieder die Offenheit und Herzlichkeit der Kanadier. An jedem Stand gibt es etwas zu probieren und man kommt direkt ins Gespräch mit den Herstellern, die übrigens auch freundlich und kommunikativ bleiben wenn man ganz offensichtlich nichts kaufen möchte.

Der Markt Jean-Talon

Frisches Obst aus der Region

Der Markt liegt an der Rue Jean-Talon und ist am besten per Metro zu erreichen, die Station heißt ebenfalls Jean-Talon.

Montréal im Sommer bedeutet: viel draußen sein. Man kann sich die Stadt ganz wunderbar erlaufen und erradeln und wenn eine Etappe doch mal etwas zu lang ist, gibt es ein gutes Bus- und Metronetz. Zu Anreise, öffentlichen Verkehssmitteln und zum Radfahren findet ihr ein paar Infos in meinem allgemeinen Artikel mit Travel Hacks für Kanada. Ich war übrigens drei volle Tage in Montréal plus An- (abends) und Weiterreisetag (mittags). Das ist ausreichend, um einen guten Eindruck der Stadt zu bekommen.


Weitere Artikel der Reihe

2 Gedanken zu “Montréal – eine Metropole mit vielen Gesichtern

  1. Pingback: Québec – Kanadas französischer Osten | Lesen und Meer

  2. Pingback: Natur pur – Am St. Lorenz Strom und die Halbinsel La Gaspésie | Lesen und Meer

Antworten

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.