Da geht noch was…

Mein Fitnessjahr 2019 – Ausgangssituation, Vorsätze, Pläne, Motivation und erste Eindrücke von meinem neuen Trainingsplan.

Die Ausgangslage

Fitness und Figur waren immer ziemlich passabel, nicht großartig, aber immer wirklich ok. Abwärts ging es ab Mitte 40, erst durch immer weniger Bewegung im Alltag und dann auch noch durch ein akutes Rückenproblem, durch das viele Wochen lang gar nichts und viele Monate lang nur wenig ging. Noch über ein Jahr danach hatte ich Probleme mit Sportarten und Bewegungsabläufen, die davor selbstverständlich waren. Krafttrainig, Laufen und sogar Yoga waren problematisch und haben die Situation sogar immer wieder (vermeintlich) verschlechtert. Darunter litten auch mehr und mehr das Wohlbefinden und die Silhouette.

Immer weniger Bewegung im Alltag hat sich so ergeben. Früher waren täglich 20 Kilometer auf dem Rad normal, jeden Tag mehrmals rauf in den fünften Stock, normal, weniger Sitzen, normal, dazu regelmäßig Sport, normal. Durch Umzug, anderen Job, veränderten Lebenswandel und dann auch noch den Rücken hat sich das alles in den letzten Jahren sehr verändert. Sich damit abfinden? Nein! Besonders jetzt, ein paar Monate nach dem 50. möchte ich es wissen. Ich möchte wieder an meinen besten Fitnessstatus herankommen oder vielleicht sogar noch darüber hinaus.

Ich möchte mich wieder wohlfühlen in meinem Körper und das tue ich nur in einem trainierten Körper. Die Idee und der Vorsatz zu wieder mehr Sport und auch Bewegung im Alltag kam nicht über Nacht oder aus einer Sektlaune heraus an Silvester. Der Wunsch und auch die Notwendigkeit waren schon länger da, aber Versuche scheiterten bisher immer ganz schnell. Wie und warum sollte es also jetzt klappen? Ganz einfach: ich habe eine Motivation gefunden!

Endlich! – Motivation gefunden

Schon seit gut zehn Jahren beschäftige ich mich immer wieder mit veganer Lebensweise. Seitdem ich mehrere Jahre hintereinander bei meinen Reisen nach New York bei einem Paar gelebt habe, das eine Manufaktur für veganen Käse hatte, finde ich Veganismus sehr spannend und lebe inzwischen auch selbst, zwar nicht zu 100% vegan, aber doch fast ausschließlich pflanzenbasiert. In dem Zusammenhang bin ich vor längerer Zeit auf bevegt.de, den Blog der veganen Läufer, Blogger und Podcaster Katrin und Daniel gestoßen, habe viele ihrer Artikel gelesen und irgendwann angefangen, ihren Podcast zu hören (inzwischen kenne ich alle 152 Folgen 😉 ).

Beide kommen darin so positiv rüber. Man merkt, dass hier zwei Menschen ihre Leidenschaft und ihren Lebensinhalt gefunden haben und das unbedingt mit der Welt teilen möchten. Ihre Tipps, Geschichten und Interviews sind unglaublich spannend, fesselnd und authentisch. So oft habe ich beim Frühstück gesessen, eine Podcastfolge gehört und gedacht, hey, ich will jetzt loslaufen! Als beide in einer Folge um den Jahreswechsel herum erwähnten, sie würden in Kürze ein Programm für Laufanfänger herausbringen, war für mich sofort klar – MEINS!

Ich habe dann sofort – trotz mal wieder „Rücken“ – angefangen, mich etwas zu bewegen und die jährliche Januarchallenge auf „Yoga with Adriene“ mitgemacht. Erstes Fazit daraus: Stillstand ist der Tod, auf jeden Fall für den Rücken. Auch wenn es schmerzt und ziept, im Rahmen des Möglichen in der Bewegung bleiben. Damit ging das Jahr also schon gut los und Ende Januar war es so weit, das neue Trainingsprogramm war verfügbar. In dem Paket sind eine ausführliche Einführung ins Laufen, Trainigspläne für verschiedene Anfänger- und (Wieder)einsteigerlevel und verschiedene Ziele, Videos mit ergänzendem Ganzkörpertraining, etwas Laufschule und viele Einsteigererfahrungsberichte enthalten.

Quartalsziel: 30 Minuten am Stück laufen

Die Trainingspläne sind nach der Gehpausenmethode aufgebaut, es wird also immer zwischen Gehen und Laufen gewechselt und je länger man trainiert, desto größer wird der Anteil an gelaufenen Passagen. Pro Woche stehen drei Läufe an und dazwischen macht man Ausgleichs- und Stabilitätstraining. Mein erstes Ziel: am 07. April „30 Minuten am Stück laufen“. Das Programm hat damit begonnen, dass ich im Wechsel zwei Minuten gelaufen und zwei Minuten gegangen bin und das fünf mal wiederholt habe. Insgesamt umfasst der Plan neun Wochen und drei davon habe ich schon geschafft und dabei keinen einzigen Termin verschoben oder verpasst. Es läuft im wahrsten Sinne richtig gut. Dazu kommen noch je eine Einheit Yoga für die Beweglichkeit und eine Einheit Stabilitätstraining für den gesamten Körper.

Mein erster Eindruck: nach so langer Zeit ohne Sport ist logischerweise die Kondition im Keller und um in absehbarer Zeit wieder eine Grundlagenfitness aufzubauen, sind fünf Tage Sport pro Woche ein Must ebenso wie mehr Bewegung im Alltag, also Schritte zählen und aufs Rad steigen. Das ist ein anspruchsvolles Unterfangen, sicher. Aber mein Körper freut sich, dass ich mich wieder an ihn erinnere und mich wieder mit ihm beschaftige und ich merke auch, dass er mal was konnte und es nicht aussichtslos ist, auch jenseits der 50 (wieder) richtig sportlich zu werden.

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